Erzählkunst in Ludwigsburg
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Die Königin und Ihre drei Töchter


Einst, vor langer Zeit - oder dereinst, in naher Zukunft …

Vor Zeiten lebte eine mächtige Königin, die hatte drei wundervolle und kluge Töchter. Als die Königin in die Jahre kam, wusste sie nicht, welche der drei ihre Nachfolgerin werden solle. So rief sie die drei eines Morgens zu sich und sprach: „Heute Abend soll jede von euch Schwestern mir etwas bringen, das den ganzen Thronsaal bis in den letzten Winkel ausfüllt. Und diejenige, die das am besten vermag, soll dereinst meine Nachfolgerin werden.“ Die drei jungen Frauen nickten und entfernten sich.
Am Abend erschienen sie alle drei im Thronsaal. Die Älteste bat, alle Lichter im Saal zu löschen. Als das geschehen war, entzündete sie eine hohe, schlanke Kerze, die sie mitgebracht hatte, und das Licht der Kerze drang bis in die hintersten Winkel des Saales und erfüllte ihn.
Daraufhin holte die Zweite ein wenig Räucherwerk aus einem Leinensäckchen, legte es in eine irdene Schale und entzündete es mit der Kerze der Schwester, und schon bald erfüllte der wohlriechende Duft den ganzen Thronsaal.
Und wie der Thronsaal also vorbereitet war, trat die Jüngste herfür und begann zu singen, leiser zuerst und dann immer kraftvoller und ihre klare Stimme erfüllten den ganzen Saal.
Da sprach die Königin: „Ihr habt alle drei eure Aufgabe vortrefflich gelöst und etwas Gemeinsames geschaffen. Was ihr gemacht habt, ist ein Ganzes und füllt den Saal dennoch dreifach! Ich bitte euch: Regiert nach meinem Tod gemeinsam!“
Die drei Töchter nickten, und es geschah so. Sie regierten viele Jahre lang gemeinsam, voller Umsicht und Weisheit.

Einst, vor langer Zeit - oder dereinst, in naher Zukunft …

Gidon Horowitz, in der Erzählfassung von Xenia Busam Juli 2026


Was zeichnet das Verhalten der Töchter aus?

Meine Bitte an all diejenigen, die die Geschichte gelesen haben:

Bitte kreuzen Sie an, was für Sie zutrifft. Danke!

  Einfach schön ...   Die Geschichte berührt mich ...   Die Geschichte amüsiert mich ...   Die Geschichte bringt mich zum Nachdenken ...   Nichts von alledem ...


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